29. Spieltag

Tore: 1:0 Vokshi (46., Köhler), 2:0 Vokshi (80., Martin), 2:1 Tucakovic (90., Bausch), 3:1 Martin (94., Ndow), 3:2 Tucakovic (97., Bondarev).
Gelbe Karten: Köhler, Weiß - Sulejmani, Bondarev, Indlekofer, Federle.
Schiedsrichter:             Yannick Erath (Villingen).
Zuschauer: 450.

SV TuS Immendingen

 

↓↑ [74.] Neumann für Zejnullahu

↓↑ [81.] Yüce für Vokshi
↓↑ [93.] Ibis für Köhler
 


Trainer: Kadir Ibis.

SV Geisingen

 

↓↑ [46.] M. Dietrich für Öhler

↓↑ [76.] Tucakovic für Sulejmani
↓↑ [81.] Bausch für Indlekofer
↓↑ [87.] N. Dietrich für Mamedow


Trainer: Marijan Tucakovic.

Vorbericht

In der Fußball-Bezirksliga Badischer Schwarzwald kommt es am Sonntag zum Derby SV Immendingen gegen SV Geisingen. Diese Partie ist auch gleichzeitig das Duell des Bezirkspokalsiegers gegen den Bezirksliga-Meister.

Während es jedoch für die Geisinger, die am Pfingstmontag vorzeitig den Landesliga-Aufstieg perfekt gemacht haben, um nichts mehr geht, muss der SVI punkten, um nicht doch noch auf einen Abstiegsplatz abzurutschen. Zwei Spieltage vor Saisonende sind die Immendinger mit 27 Punkten Fünftletzter. Doch die SG Riedböhringen/Fützen (25) und der SV Überauchen (22) hoffen noch, an den Immendingern vorbeizuziehen. Angesichts der Absteiger aus der Verbandsliga und Landesliga kann es in der Bezirksliga bis zu vier Absteiger geben. Das ist der Fall, wenn neben dem bereits als Absteiger feststehenden SV Obereschach auch die DJK Villingen, vor dem letzten Spieltag Vorletzter, aus der Landesliga absteigt und gleichzeitig der Vizemeister in der Relegation mit dem Bodensee-Vizemeister nicht den Aufstieg schafft. „So schön der Pokalsieg auch ist, wir müssen das Augenmerk auf die Liga richten. Wir wollen nicht absteigen“, sagt Edi Frank vor dem Saisonfinale mit den Spielen gegen den Tabellenführer SV Geisingen und beim Schlusslicht SG Riedöschingen/Hondingen. Der SVI-Vorsitzende: „Das kann für uns im Abstiegskampf noch ganz eng werden. Das verflixte an dem Derby gegen Geisingen ist, dass wir punkten müssen.“ Frank glaubt, „dass wir 31 Punkte brauchen, um drin zu beiben.“ Momentan haben die SVI-Kicker 27 Punkte auf ihrem Konto. Der Immendinger Funktionär hofft, dass der 4:2 (4:1)-Sieg am Donnerstag im Pokalfinale vor 1000 Zuschauern in Königsfeld gegen den FV Tennenbronn noch einmal Kräfte freisetzt. Frank: „Ich hoffe, dass die Spieler erkannt haben, was man erreichen kann, wenn man als Mannschaft geschlossen auftritt. Wir haben diesmal in der ersten Hälfte die Chancen, die wir bekommen haben, auch genutzt.“ Das war in den vergangenen Punktspielen nur selten der Fall und daher auch ein Grund, warum sich die Immendinger nicht entscheidend aus der Abstiegszone absetzen konnten.

Der Nachbar aus Geisingen will keine Geschenke verteilen: „Wir wollen eine gute Partie spielen und zeigen, warum wir Meister geworden sind“, kündigt Marijan Tucakovic einen engagierten Auftritt seiner Mannschaft an. Der Geisinger Spielertrainer: „Wir können entspannt und ohne Druck auflaufen, das Spiel genießen.“ Nach dem Gewinn der Meisterschaft vor zwei Wochen haben sich die Geisinger zuletzt einen Ausrutscher erlaubt, zu Hause gegen den Abstiegskandidaten SV Überauchen 1:5 verloren. Tucakovic: „Ich hatte nicht gedacht, dass wir so hoch verlieren können. Wir hatten einen schlechten Tag und das war eine Kopfsache.“ Für die Partie am Sonntag in Immendingen wird er seine Mannschaft auf einigen Positionen ändern müssen. Luca Arceri (führt mit 26 Treffern die Torschützenliste an), Alexander Othmer und Antonio Zubcic sind im Urlaub (Tucakovic: „Lieber jetzt, als im August wenn es in der Landesliga los geht“), Johannes Amann fehlt verletzt. „Es bekommen nun diejenigen Akteure eine Chance, die bisher noch nicht so viel gespielt haben“, sagt Tucakovic.

Spielbericht

Die Fußballer des SV Immendingen haben am Sonntag in der Bezirksliga Bad. Schwarzwald den Lokalrivalen und bereits als Meister feststehenden SV Geisingen 3:2 (0:0) besiegt. Der SVI verbesserte sich zwar auf den elften Platz, hat durch den gleichzeitigen 1:0-Sieg der SG Riedböhringen/Fützen beim FV Tennenbronn den Klassenerhalt aber noch nicht sicher.

Bei hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich vor rund 400 Zuschauern ein Spiel mit vielen Zweikämpfen. Torraumszenen ließen lange auf sich warten, da beide Abwehrreihen konzenztriert spielten und wenig zuließen. Erst in den letzten sechs Minuten vor der Pause wurde es vor beiden Toren gefährlich. In der 41. Minute zielte Simon Federle mit einem Freistoß aus 20 Metern knapp über das SVI-Tor. Zwei Minuten später ließ Qazim Sulejmani erst Argjent Islami und dann Mario Sterk stehen, scheiterte mit seinem Linksschuss aber an Torwart Ali Aslanbas, der den Ball mit einer Hand zur Ecke abwehrte.

Aber auch der SV Immendingen kam in der 45. Minute noch zu zwei guten Möglichkeiten. Giuseppe Lappanese hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und passte von der Grundlinie zurück auf Mario Köhler, dessen Direktschuss aber in höchster Not von einem Abwehrspieler abgeblockt wurde. Nach dem anschließenden Eckstoß kam Dennis Martin zum Abschluss, doch auch sein Schuss wurde zur Ecke abgelenkt.

Als die Gäste mit den Gedanken noch in der Pause schienen, da schlugen die Immendinger zu. Genau 30 Sekunden nach Wiederbeginn spielte Köhler den Ball steil in den Lauf zu Ilir Vokshi. Der SVI-Stürmer kam vor Torhüter Dominik Sestan an den Ball und schoss zur 1:0-Führung für die Platzherren ein. Die Geisinger versuchten nun, mehr nach vorne zu spielen, doch ihre Angriffsbemühungen waren lange Zeit recht harmlos. So plätscherte das Spiel dahin, ehe die Zuschauer in der Schlussphase doch noch vier weitere Tore zu sehen bekamen. In der 78. Minute erhöhte Vokshi nach einem Querpass von Martin mit einem sehenswerten Abschluss auf 2:0. Doch der SVI konnte sich noch nicht in Sicherheit wiegen, denn der eingewechselte Geisinger Spielertrainer Marijan Tucakovic traf in 88. Minute nach einem groben Abwehrfehler mit einem Heber zum 2:1. In der dritten Minute der Nachspielzeit schloss Martin nach einem Zuspiel von Jaruka Ndow einen Konter zum 3:1 ab. In der 96. Minute war es erneut Tucakovic, der sich nach einer Freistoßflanke am Ball behauptete und auf 3:2 verkürzte. Als kurz darauf Schiedsrichter Yannick Erath aus Villingen die Partie abpfiff, war der Immendinger Derbysieg perfekt.

Nachbericht

Der Fußball-Bezirksligist SV Immendingen hat die vergangene Woche erfolgreich abgeschlossen. Dem Gewinn des Bezirkspokals durch einen 4:2-Sieg vor 1000 Zuschauern in Königsfeld gegen den FV Tennenbronn am Donnerstag, ließen die SVI-Kicker am Sonntag einen 3:2-Sieg gegen den SV Geisingen folgen. Auch bei diesem Spiel stimmten die Rahmenbedingungen. Eingebettet in den vom SVI veranstalteten „Bayerischen Frühschoppen“ verfolgten 400 Zuschauer das Derby, zu dem der SVI keinen Eintritt verlangte hatte.

Die sportlichen Leistungen beider Teams auf dem Platz sind allerdings steigerungsfähig. „Ich bin mit der Niederlage nicht zufrieden“, sagte Marijan Tucakovic vom SV Geisingen. Der erfolgreiche Spielertrainer des Meisters relativierte allerdings: „Wir haben heute ohne sechs Stammspieler gespielt. Da ist es dann schon schwer.“ Vor allem im Angriff wurden der die Torschützenliste anführende Luca Arceri und der zuletzt treffsichere Antonio Zubcic vermist. Gefährlicher wurden die Geisinger in der Offensive erst, als sich Tucakovic in der 75. Minute selber einwechselte. Mit seinen Saisontoren 14 und 15 sorgte er auch für die beiden Treffer des Meisters, die aber zu spät fielen. Tucakovic: „Wenn du schon Meister bist, ist es schwierig, weiter die Spannung hochzuhalten. Das hätte ich, ehrlich, nicht geglaubt.“ Schon eine Woche zuvor unmittelbar nach dem Gewinn der Meisterschaft hatten die Geisinger daheim gegen den Abstiegskandidaten SV Überauchen 1:5 verloren.

„Es war kein überragendes Spiel“, sagte Edi Frank. Der SVI-Vorsitzende: „Geisingen brauchte keine Punkte mehr und bei uns hat man den Druck gemerkt. Wir haben bei weitem nicht an die Leistung aus dem Pokalfinale gegen Tennenbronn anknüpfen können.“ Dennoch war die Erleichterung nach dem späten Abpfiff (nach 97 Minuten) durch Schiedsrichter Yannick Erath (Villingen) groß. „Wenn Riedböhringen/Fützen nicht gewonnen hat, dann sind wir durch, dann reichen uns die 30 Punkte zum Klassenerhalt“, sagte Frank unmittelbar nach Spielende und hoffte auf Unterstützung durch den FV Tennenbronn. Doch wenig später kehrte Ernüchterung ein, als die Kunde vom 1:0-Sieg der SG Riedböhringen/Fützen in Tennenbronn public wurde. Abdullah Cakmak hatte den SG-Siegtreffer in der 51. Minute erzielt.

28. Spieltag

Tore: 0:1 Tucakovic (28., Ochs), 0:2 Arceri (31., Tucakovic), 0:3 Arceri (74., Bondarev), 1:3 Koch (82., Gamp).
Gelbe Karten: Zubcic.
Schiedsrichter:             Benedikt Fleig (Brigachtal).
Zuschauer: 150.

Vorbericht

SV Hölzlebruck

 

↓↑ [69.] Matt für Riesterer

↓↑ [84.] Iteme für P. Faller
 

 


Trainer: Andreas Binder.

SV Geisingen

 

↓↑ [60.] Öhler für Mamedow

↓↑ [66.] Degenkolb für Zubcic
↓↑ [76.] Sulejmani für Tucakovic
↓↑ [76.] Indlekofer für Federle


Trainer: Marijan Tucakovic.

Vorbericht

Die Hölzlebrucker sorgten am vergangenen Sonntag mit dem 3:0-Erfolg auf dem als Festung geltenden Schächle-Sportplatz des FV Tennenbronn für eine Überraschung. Die Geisinger sind damit gewarnt, brauchen theoretisch aber nur noch einen Punkt, um sich den Bezirksligatitel zu sichern. "Das könnte gegen uns gelingen", fürchtet Hölzlebrucks Trainer Andreas Binder, der am Pfingsmontag auf acht (!) Stammspieler verzichten muss, darunter HSV-Torjäger Alexander Winter. Elf Mann werde er aber "ohne Probleme" aufs Spielfeld schicken können. Und überhaupt beginne jedes Spiel, auch gegen einen Beinahe-Meister, mit einem 0:0.

Spielbericht

Drei Spieltage vor Schluss ist dem SV Geisingen die Meisterschaft in der Bezirksliga Schwarzwald und der damit verbundene Aufstieg in die Landesliga nicht mehr zu nehmen. Mit einem souveränen 3:1-Auswärtssieg beim stark ersatzgeschwächten SV Hölzlebruck, der sich im Niemandsland der Tabelle befindet, beseitigten die Tabellenführer alle Restzweifel an der Meisterschaft. Die Heimelf von Andreas Binder musste hierbei neben dem Langzeitverletzten Beha sowohl auf die Kapitäne Schlenker und Straub als auch auf die Grießhaber-Zwillinge, Lang, Maier, Raißer und Top-Torjäger Winter verzichten. Auf der Gegenseite konnte Tucakovic auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.

 

Stark ersatzgeschwächt konnte der SV Hölzlebruck nur in der Anfangsphase mithalten. Durch Fabian Gamp hatte der SVH auch die erste Torchance. Mit Fortdauer des Spieles kam Tabellenführer SV Geisingen aber immer besser in Tritt. Ab der 20. Spielminute dominierte der SVG das Geschehen und erspielte sich gute Torchancen. Als Spielertrainer Marijan Tucakovic in der 24. Minute vom Hölzlebrucker Torhüter von den Beinen geholt wurde, blieb dem gut leitenden Schiedsrichter keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen. Diesen forderten die Gastgeber übrigens bereits nach einer Viertelstunde, die Pfeife des Schiedsrichters blieb aber stumm. Torjäger Luca Arceri scheiterte aber am linken Pfosten. Wenige Minuten später war es aber soweit. Der klug frei gespielte Spieletrainer Tucakovic scheiterte zunächst noch am überragenden Hölzlebrucker Torhüter Christoph Straub. Den Abpraller jagte er aber mit voller Wucht zur 1:0-Führung in die Maschen. Nur wenige Minuten später baute Torjäger Luca Arceri mit seinem 24. Saisontreffer, einem Volleyschuss aus acht Metern, die Führung auf 2:0 aus. Geisingens Mittelfeldspieler Simon Federle, der eine tadellose Partie ablieferte, scheiterte in der Folge am einheimischen Torhüter, der sein Geschoss aus dem Winkel fischte.

Nach der hoch verdienten Halbzeitführung ließ es der Tabellenführer im zweiten Spielabschnitt etwas langsamer angehen, beherrschte aber weiterhin das Geschehen. Eine Viertelstunde vor Schluss nutzte der agile Mittelstürmer Luca Arceri eine Schwäche der Hölzlebrucker Hintermannschaft zum alles entscheidenden 3:0 aus. Die Gastgeber zeigten aber Charakter und gaben nie auf. Der Anschlusstreffer, den ihr auffallendster Spieler, Patrick Koch, mit einem platzierten Kopfball erzielte, war der verdiente Lohn. Am überlegen heraus gespielten Sieg des Spitzenreiters gab es aber nichts zu rütteln. Technisch versiert ließ der SV Geisingen Ball und Gegner laufen. Spielerisch auf einem ganz hohen Level brachte man den 21. Saisonsieg unter Dach und Fach und ließ sich nach dem Schlusspfiff als erstmaliger Meister in der Bezirksliga feiern.

 

Geisingens Spielertrainer Marijan Tucakovic war angesichts des Erfolges seiner Mannschaft, die binnen drei Jahren den Durchmarsch von der Kreisliga A in die Landesliga schaffte, hochzufrieden. "Wir haben vom ersten bis zum letzten Spiel immer alles gegeben und gekämpft." Dabei waren die Geisinger alles andere als meisterlich in die Saison gestartet. Auf das 1:1 gegen Aufsteiger Riedöschingen/Hondingen folgte ein 0:2 gegen Königsfeld. Am fünften Spieltag folgte die zweite Saisonpleite gegen Pfaffenweiler – dies sollte bis heute die letzte Niederlage sein. Seither blieb der SVG sage und schreibe 22 Spiele in Folge ungeschlagen. "Wer solch eine Serie hat, steigt verdient auf. Wir waren immer motiviert und haben nach vorne gespielt – egal, ob es 1:0 oder 0:1 steht", so Tucakovic. Für den Spielertrainer ist dieser Erfolg der Lohn einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Wir haben 15 bis 20 Fußballer, die immer top mitgezogen haben. Die ganze Mannschaft hat sich das verdient. Wen man aber hervorheben kann, ist Luca Arceri." Der Stürmer steht mit 24 Toren an der Spitze der Torjägerliste. Es könnte also noch ein weiterer Titel nach Geisingen gehen.

 

Andreas Binder (SV Hölzlebruck): "Glückwunsch an den SV Geisingen. Die Mannschaft ist ein würdiger Meister und ging auch heute als verdienter Sieger vom Platz. Aus Urlaubsgründen fehlten bei uns heute acht Spieler. Dies war nicht zu kompensieren." Marijan Tucakovic (SV Geisingen): "Meine Mannschaft hat wieder alles gegeben. Der Sieg war hoch verdient. Wir hatten nur in der ersten Viertelstunde etwas Schwierigkeiten. Nach einer Leistungssteigerung machten wir schon vor der Pause mit den zwei Toren alles klar. Die Truppe kann auf sich stolz sein. Sie hat vom ersten Spieltag an mit gezogen und sich die Meisterschaft verdient. Seit September sind wir ungeschlagen, dies sagt über meine Mannschaft alles aus."

Nachbericht

Im Nachholspiel am Pfingstmontag schenkten die Kicker des SV Hölzlebruck ihren Gästen aus Geisingen auf dem Platz nichts. Danach bekamen sie vom Gegner eine Kiste Bier spendiert. Schließlich hatte der SV Geisingen nach dem 3:1-Erfolg im Neustädter Jahnstadion allen Grund zu feiern: Mit dem 21. Saisonsieg sicherte sich die Mannschaft von Spielertrainer Marijan Tucakovic vorzeitig den Meistertitel in der Bezirksliga Schwarzwald.


Ohne acht verletzte oder verhinderte Spieler waren die Hölzlebrucker beherzt zur Sache gegangen und hatten in der Anfangsphase eine sehr gute Chance, in Führung zu gehen, wie Trainer Andreas Binder sagt. Doch der Versuch von Fabian Gamp aus elf Metern Torentfernung in zentraler Position war nicht von Erfolg gekrönt. Wäre danach ein Foul an Nico Riesterer mit einem Strafstoß geahndet und dieser verwandelt worden, hätte das Spiel sich anders entwickeln können, so Binder. Er sei zu weit entfernt gewesen, um die fragliche Szene zu beurteilen, doch Zuschauer dort hätten die Frage Elfmeter oder nicht mit "eher ja" beantwortet. Als der Schiedsrichter auf der anderen Seite einen Foulelfmeter pfiff, setzte Luca Arceri seinen Schuss an den Pfosten. Unabhängig davon sind Arceri und Tucakociv für Binder "Ausnahmespieler" und vom Gegner "schwer zu halten". Diese beiden waren es auch, die den SV Geisingen zum Sieg schossen. Tucakovic und Arceri sorgten mit einem Doppelschlag binnen vier Minuten für die 2:0-Pausenführung, die Arceri mit seinem 24. Saisontor später noch ausbaute, bevor Patrick Koch in der Schlussphase der einzige Treffer für den HSV gelang. Das Ergebnis hätte leicht höher ausfallen können, hätte Torhüter Christoph Straub nicht drei weitere gute Chancen der Geisinger zunichte gemacht. "Er war überragend, unser bester Mann", lobt Binder seinen Keeper. Der Sieg des neuen Meisters sei völlig verdient gewesen. Und die Niederlage für den Tabellenzehnten zu verschmerzen. Nachdem das wichtigste Saisonziel – "nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben" – erreicht wurde, wollen die Hölzlebrucker nun noch einen einstelligen Tabellenplatz schaffen. Die nötige Motivation dazu erkennt der Trainer bei seinem Team. Im kommenden Heimspiel gegen Tabellennachbar Dauchingen soll ein Sieg her, auch wenn der FC dem HSV "nicht besonders liegt".

Beim vorzeitigen Meister der Bezirksliga – dem SV Geisingen – brachen nach dem entscheidenden 3:1-Erfolg in Hölzlebruck auf dem Platz alle Dämme. Die erfolgreiche Mannschaft wurde von den Fans groß gefeiert. Der erste Aufstieg in die Landesliga ist in der 92-jährigen Vereinsgeschichte der bisherige Höhepunkt. Kontinuierliche Arbeit in den vergangenen Jahren machte diesen Erfolg möglich. Als Aufsteiger ließ der SV Geisingen bereits mit einem dritten Platz in der vergangenen Saison aufhorchen. Die Mannschaft von Spielertrainer Marijan Tucakovic entwickelte sich danach weiter, marschierte in dieser Runde praktisch durch. Zwölf Punkte Vorsprung, und dies drei Spieltage vor dem Saisonende, das ist eine echte Duftmarke. Tucakovic trägt hier mit seiner akribischen Arbeit großen Anteil. Auf und neben Platz strahlt er große Souveränität aus. Auch beim 3:1-Sieg in Hölzlebruck marschierte er wieder voran. Tucakovic war an allen Ecken und Enden auf dem Platz zu finden. Nicht von ungefähr erzielte er den wichtigen Führungstreffer. Als geschlossene Einheit steht beim SV Geisingen aber das Kollektiv im Mittelpunkt. "Unsere Mannschaft hat es in dieser Saison überragend gemacht und immer an sich geglaubt", ist auch Benjamin Degen, der Sportliche Leiter des SV Geisingen, von seiner Elf begeistert. "Unser Trainingsbesuch war überragend. Jeder einzelne Spieler hat seinen Beitrag zu diesem Erfolg geleistet", war auch Spielertrainer Marijan Tucakovic von der Performance seiner Truppe angetan. Von der Defensive, in der Abwehrchef und Neuzugang Johannes Amann eine überragende Saison spielt, bis zur Sturmspitze, wo auf Luca Arceri mit seinen bisher 24 Treffern immer Verlass war, präsentierte sich der SV Geisingen als geschlossene Einheit. "Die Mannschaft bleibt komplett zusammen. Einige Neuzugänge stehen bereits fest", sieht Benjamin Degen seinen Verein für die Landesliga gerüstet. Er traut seinem Team den Klassenerhalt absolut zu. Bei Megafonansprachen und Sektduschen – Torjäger Luca Arceri ragte dabei als "Feierbiest" heraus – war beim SV Geisingen der große Zusammenhalt nicht nur bei den Feierlichkeiten zum historischen Titelgewinn zu verspüren. Als neues Aushängeschild der Region will sich der Verein weiterentwickeln und in der Zukunft weiterhin für Furore sorgen.

27. Spieltag

Tore: 1:0 Morath (11.), 1:1 Tucakovic (49., Amann), 1:2 Tucakovic (61., Herfort).
Gelbe Karten: Kurth, Plum, Modispacher, Morath - Federle, Zubcic.
Schiedsrichter:             Silas Haselberger (Brigachtal).
Zuschauer: 250.

TuS Bonndorf

 

↓↑ [53.] Baumgärtner für Schlachter

↓↑ [65.] Ketterer für Rendler
↓↑ [71.] Hofmeier für Bernhart
↓↑ [91.] Keßler für Plum


Trainer: Björn Schlageter.

SV Geisingen

 

↓↑ [76.] Sulejmani für Öhler

↓↑ [83.] Mamedow für Herfort
 

 


Trainer: Marijan Tucakovic.

Spielbericht

Am 27. Spieltag standen sich die bis dato zwei besten Rückrundenmannschaft gegenüber: Der SVG gastierte beim ehemaligen Landesligisten TuS Bonndorf. Dort musste Trainer Schlageter auf Abwehrspieler Jonas Bernhart verzichten, auch Malik Kalinasch stand dem Tabellenfünften nicht zur Verfügung. Bei den Gästen war Peter Ochs wieder einsatzbereit und rutschte gleich in die Anfangsformation, da kurzfristig Topscorer Luca Arceri krankheitsbedingt ausfiel.

 

Mit knapp zehnminütiger Verspätung konnte das Topspiel auf dem Kunstrasenplatz in Bonndorf angepfiffen werden. Beide Teams neutralisierten sich über die Anfangsminuten hinweg, ehe Moraths Freistoßflanke zur Bonndorfer-Führung führte (11.). Die Gäste wirkten benommen, doch Thurau scheiterte frei vor Sestan am stark reagierenden Kroaten und verpasste das mögliche 2:0 (14.). Erst langsam fand der Tabellenführer in sein Spiel zurück. Tucakovic und Zubcic gaben erste Lebenszeichen in Richtung Bonndorfer Tor von sich. Auf der Gegenseite verpasste erneut Morath mit einem gut getretenen Freistoß das Tor nur knapp. Chancentechnisch verflachte die Partie vor der Pause, nur ein Abschluss von Tucakovic erzeugte noch einmal Gefahr (38.), bei dem Schlussmann Schlageter nicht eingreifen musste.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es allerdings nur vier Minuten bis zum Ausgleich. Amann schickte Tucakovic auf die Reise, der trocken zum 1:1 abschloss (49.). Und die Geisinger drückten weiter aufs Tempo. Als Herfort nach gut einer Stunde zwei Gegenspieler auf der Außenbahn stehen ließ und den Ball auf Tucakovic zurück legte, konnte der Kroate gekonnt zum Führungstreffer einschieben. Die Bonndorfer versuchten sich wieder mehr Spielanteile zu erkämpfen, doch der einzig nennenswerte Abschluss sollte ein Schuss von Modispacher bleiben, der das Ziel deutlich verfehlte (74.). Der eingewechselte Sulejmani scheiterte auf der Gegenseite am gut parierenden Schlageter (81.). In den Schlussminuten hielt die starke Geisinger Defensive dem Druck der Hausherren stand, so dass der SVG den Platz mit einem 2:1-Sieg verlassen konnte.

Nachbericht

Es war ein verkraftbarer Rückschlag, auch wenn sich für den Bezirksligisten TuS Bonndorf mit der 1:2-Heimniederlage gegen den SV Geisingen die theoretischen Chancen auf die rein rechnerisch noch machbare Vizemeisterschaft verschlechtert haben. "Wir haben gegen den Meister gespielt", so TuS-Trainer Björn Schlageter. Natürlich habe seine Elf gewinnen wollen "und wir waren im ersten Durchgang auch einen Tick stärker". Marco Moraths früher Treffer zur 1:0-Führung beflügelte die Phantasie der 250 Zuschauer. Kurz darauf hatten die Bonndorfer gar die Chance zum 2:0. Doch es kam anders. In Durchgang zwei zeigten die Geisinger, warum sie mit jetzt 64 Punkten ganz oben stehen und nur noch einen Zähler brauchen, um das Meisterstück perfekt zu machen. SVG-Spielertrainer Tukacovic nutzte kurz nach Wiederanpfiff einen Stellungsfehler der TuS-Hintermannschaft eiskalt zum 1:1 und überrumpelte die sonst so sattelfeste Bonndorfer Abwehr nach gut einer Stunde mit dem Treffer zum 1:2. "Danach hat Geisingen das clever fertig gespielt", so Bonndorfs Trainer. Vier Spiele hat der TuS noch vor sich, darunter am Pfingstmontag das Nachholspiel bei der DJK Donaueschingen II. Von der Vizemeisterschaft redet Schlageter nicht, "aber wir versuchen, weiter dranzubleiben".

26. Spieltag

Tore: 1:0 Herfort (8., Bondarev), 2:0 Zubcic (11., Herfort), 3:0 Arceri (22., Othmer), 4:0 Arceri (41., Herfort), 4:1 Waller (62., FE, Blust), 5:1 Arceri (64., Sulejmani), 6:1 Arceri (68.).
Gelbe Karten: Begit, Herfort - Blust, Simon.
Schiedsrichter:             Philipp Eschle (Gütenbach).
Zuschauer: 180.

SV Geisingen

 

↓↑ [57.] Sulejmani für Zubcic

↓↑ [67.] Mamedow für Othmer
↓↑ [71.] Degenkolb für Tucakovic
↓↑ [81.] Bausch für Amann


Trainer: Marijan Tucakovic.

FC Brigachtal

 

↓↑ [6.] Simon für Blatt

↓↑ [46.] Bronner für Isele
↓↑ [81.] Friese für Blockus
 


Trainer: Werner Bucher.

Spielbericht

Nach dem bitteren Pokalaus gegen den FV Tennenbronn empfing der SV Geisingen den abstiegsbedrohten FC Brigachtal. Keine Zeit zum durchschnaufen bei den Hausherren also, dennoch beließ es Spielertrainer Tucakovic bei nur einer Änderung: Der im Pokal geschonte Öhler stand für Indlekofer in der Startelf. Bei den Gästen, die ebenfalls unter der Woche im Pokal an Immendingen scheiterten, musste Werner Bucher auf die erfahrenen Klemann, Bertsche und Kapitän Bucher verzichten. 

 

Bereits nach sechs Minuten musste die Gäste zudem den verletzungsbedingten Ausfall von Blatt verkraften - zu viel für das angeschlagene Kellerkind, das in der Folge unter die Räder kam. Herfort eröffnete per Kopfball den Torreigen (8.), dem Zubcic nur drei Minuten später das 2:0 folgen ließ. Dann begann der Nachmittag des Luca Arceri. Mit einem fulminanten Schuss nach 22. Minuten markierte der Angreifer das 3:0, nur um kurz vor der Pause sein zweites Tor nachzulegen und auf 4:0 zu erhöhen (41.). Zwischendurch scheiterte Tucakovic mit einem Heber an der Oberkante der Latte. Zubcic hätte gar den fünften Treffer erzielen können, doch Thiele konnte in der Nachspielzeit den Gegentreffer mit einer Fußabwehr verhindern.

Nach der Pause schaltete der Tabellenführer einen Gang zurück. Dennoch war es wieder Zubcic, der den nächsten Treffer auf dem Fuß hatte. Nach guter Vorarbeit von Tucakovic verzog der flinke Kroate jedoch frei vor dem Tor. In der Folge kamen die Gäste zu ihrer ersten Chance - nach einem Konter verzog Blust deutlich (59.). Als der Angreifer wenig später im Strafraum zu Boden ging, zeigte der junge Unparteiische Eschle auf den Punkt. Waller verwandelte den Strafstoß sicher (62.). Die Gastgeber reagierten wütend auf den Anschlusstreffer. Nur zwei Minuten später tanzte der an diesem Tag unaufhaltsame Arceri vier Gegenspieler aus und schloss eiskalt zum 5:1 ab. In der 68. Minute legte der Angreifer seinen vierten Treffer nach und schraubte das Ergebnis auf 6:1 hoch. Bei diesem Resultat sollte es schlussendlich bleiben, da sowohl Tucakovic mit einem herrlichen Schlenzer als auch Degenkolb mit einer Direktabnahme nur das Aluminium trafen.

Nachbericht

Mit acht Punkten Vorsprung auf Platz zwei darf der SV Geisingen langsam die Vorbereitungen für den erstmaligen Gewinn der Bezirksliga-Meisterschaft vorantreiben. Beim jüngsten 6:1-Erfolg gegen Brigachtal zeigten die Geisinger, dass das Halbfinal-Aus im Bezirkspokal unter der Woche keine Nachwirkungen hinterlassen hat. „Pokal war schön, aber Meisterschaft ist wichtiger“, sagt Spielertrainer Marijan Tucakovic, der von vorzeitigen Gratulationen naturgemäß nichts wissen will. „Wir haben jetzt zwei ganz schwere Auswärtsspiele in Bonndorf und Hölzlebruck. Erst wenn wir auch da bestehen, sind wir ganz nah dran.“ Gegen Brigachtal führte seine Elf nach elf Minuten mit 2:0 und nach 22 Minuten mit 3:0. „Das war gut, aber zu viel Lob bringt nichts. Wir müssen diese Leistungen bestätigen. Bonndorf kann eine Stolperfalle werden, denn diese Mannschaft ist in glänzender Verfassung und hat noch die Chance auf Rang zwei“, ergänzt Tucakovic.

Seit dem 4. April hat der FC Brigachtal nicht mehr gewonnen. Nach dem 1:6 in Geisingen ist die Elf wieder auf einem Abstiegsplatz angekommen. Trainer Werner Bucher hatte sich die Geisinger am Mittwoch im Pokal nochmals angeschaut, um seine Elf einzustellen. „Bei uns hat nichts funktioniert. Zudem sind nicht alle Spieler fit. Es geht nicht, wenn die Jungs nur am Wochenende da sind und unter der Woche beim Training nicht“, so Bucher. Einige Spieler studieren, andere müssen arbeiten und wieder andere sind bei der Bundeswehr. „Wir haben in den vergangenen drei Partien 16 Tore kassiert. So lässt sich die Klasse nicht halten“, warnt Bucher. Er erwartet nun gegen die SG Riedöschingen „ein weitaus schwierigeres Spiel als in Geisingen“.

25. Spieltag

Tore: 1:0 P. Heinig (37., FE, Künstler), 1:1 Arceri (45., FE, Arceri), 1:2 Arceri (60., HE).
Gelbe Karten: Zubcic, Bondarev, Othmer, Amann, Federle - Chatziioannidis, S. Heinig, P. Heinig, Ketterer, Künstler.
Schiedsrichter:             Anton Schmider (Steinach).
Zuschauer: 150.

 

↓↑ [49.] Buccelli für J. Fischer

↓↑ [65.] Vollmer für Greguric
 

 


Trainer: Mario Maus.

 

↓↑ [46.] Degenkolb für Öhler

↓↑ [72.] Ochs für Sulejmani
↓↑ [85.] Indlekofer für Herfort
↓↑ [89.] Mamedow für Arceri


Trainer: Marijan Tucakovic.

Spielbericht

Im Rahmen des 25. Spieltages gastierte der SV Geisingen beim FC Hochemmingen. Dieses Duell versprach bereits im Vorfeld einiges an Brisanz, da der Gastgeber bei einem Sieg noch im Meisterschaftsrennen eingreifen könnte. Die Gäste ihrerseits könnten mit einem Sieg den eigenen Ambitionen enormen Auftrieb geben und eine kleine Vorentscheidung herbeiführen. Während die Hochemminger bis auf Torhüter Buczma komplett aufliefen, fehlte bei den Geisingern Stammverteidiger Begit. Zubcic begann für den Türken auf der rechten Abwehrseite.

24. Spieltag

Tore: 1:0 Zubcic (8., Bondarev), 2:0 Arceri (13., Mamedow), 2:1 Schleicher (65.).
Gelbe Karten: Othmer, Herfort - Zepf, Federl, Schleicher.
Schiedsrichter:             Markus Huber (Mühlheim).
Zuschauer: 80.

SV Geisingen

 

↓↑ [65.] Degenkolb für Sulejmani
↓↑ [72.] Indlekofer für Öhler
↓↑ [86.] Amann für Zubcic
 


Trainer: Marijan Tucakovic.

FC Dauchingen

 

 

 

 

 


Trainer: Uli Bärmann.

Spielbericht

Am Mittwochabend war der FC Dauchingen zu Gast auf dem Espen. Der Tabellenzehnte knöpfte den Geisingern in der Hinrunde ein 3:3 ab, wobei dies für die Elf von Marijan Tucakovic noch schmeichelhaft ausfiel. Die Vorzeichen standen nun jedoch anders, da bei den Dauchingern etliche Akteuer fehlten. Junge, Steinbach, Neininger, Eisele und Ganter waren allesamt nicht mit dabei. Beim SVG fehlten Federle, Ochs und Graf. Degenkolb stand dagegen erfreulicherweise nach langer Abstinenz wieder im Kader der Hausherren.

 

Nach einigen mäßigen Leistungen legte der Favorit los wie die Feuerwehr. Bei Arceris Heber an das Außennetz hatten die Anhänger den Torschrei bereits nach fünf Minuten auf den Lippen. In der achten Minute dann die hochverdiente Führung. Tucakovics Flanke legte Bondarev auf Zubcic ab, der den Ball nur noch einschieben musste. Nur fünf Minuten später verwertete Arceri eine Hereingabe von Mamedow zum 2:0. In der Folge kontrollierte der SV Geisingen  die Begegnung. Öhler, der knapp über das Tor zielte, und Sulejmani, der an Bauer scheiterte, vergaben die größten Möglichkeiten zum vorentscheidenden dritten Treffer. Bei den Dauchingern sorgte einzig Zepf für Gefahr, doch sein Torschuss stellte Sestan vor keine größeren Probleme (41.).

Nach der Pause wurden die Gäste frecher, doch Zepf scheiterte frei vor Sestan mit dem Außenrist (49.). Geisingen drängte auf den dritten Treffer, doch zahlreiche aussichtsreiche Situationen wurden leichtfertig verspielt. Als Schleicher nach einem Fehler der Hausherren zum 1:2 verkürzte (65.), bäumten sich der Gast aus Dauchingen noch einmal auf. Geiger und Zepf zwangen Sestan mit ihren Distanzschüssen zu Paraden. Als die Gäste alles nach vorne warfen, boten sich den Gastgebern viele Räume. Arceri traf nach einer starken Einzelaktion jedoch nur die Oberkante der Latte (89.). Es blieb somit beim 2:1-Erfolg des SVG, der dem FC Gutmadingen dadurch mit fünf Punkte davonziehen konnte.

23. Spieltag

Vorbericht

Den zur Zeit schwersten Gegner in der Liga hat der FV Tennenbronn vor der Brust. Tabellenführer SV Geisingen mit seinem Spielertrainer und Ex-Profi Marijan Tukakovic gastiert auf dem "Schächle". Überdies wird das Duell am 2. Mai auch das Pokalhalbfinale beim Titelverteidiger. Aktuell holte der Gast 51 Punkte aus 21 Spielen und hat mit 51:24-Toren eine der besten Abwehrreihen der Liga. Geisingen ist in zwei Bewerben seit 19 Pflichtspielen ungeschlagen, davon zuletzt mit 14 Siegen hintereinander. Die letzte Niederlage gab es am 9. September in Pfaffenweiler (0:1). Das Hinspiel gegen den FVT (3:1) fällt in den Zeitraum der Erfolgsserie.

Ein Punktgewinn der Elf von Trainer Carmine Italiano wäre eine dicke Überraschung. Für Tennenbronn dürfte in dieser Saison maximal noch der fünfte Rang möglich sein. Bester Torjäger des SVG ist Luca Aceri (15) mit Tukakovic (10) – das Duo erzielte die Hälfte aller Treffer des Teams. Mit einem Spiel weniger und zwei Punkten mehr als Nachbar FC Gutmadingen hat es Geisingen selber in der Hand den erstmaligen Landesliga-Aufstieg zu erreichen. Auswärts hat der SVG erst zehn Tore kassiert (in zehn Spielen). Der FVT holte in der bisherigen Runde daheim wie auswärts jeweils 16 Punkte.

Spielinfos

Tore: 1:0 Moosmann (7., Lehmann), 1:1 Zubcic (25., Tucakovic)
Gelbe Karten: M. Hilser, O. Hilser - Sulejmani.
Schiedsrichter:             Ralf Stampf (Denzlingen).
Zuschauer: 150.

 

↓↑ [61.] Dold für J. Fleig
↓↑ [79.] Kimmich für Moosmann
↓↑ [83.] Storz für O. Hilser
↓↑ [87.] Hilpert für M. Hilser


Trainer: Carmine Italiano.

 

↓↑ [72.] Indlekofer für Mamedow
↓↑ [78.] Amann für Herfort
↓↑ [87.] Stafaridis für Sulejmani
 


Trainer: Marijan Tucakovic.

Spielbericht

Auf dem ehrwürdigen "Schächle" gastierte der SV Geisingen im Rahmen des 23. Spieltages. Tennenbronn, gleichzeitig auch Gegner im Pokalhalbfinale, konnte auf seine Bestbesetzung zurückgreifen. Torjäger Dold (8 Saisontore) blieb jedoch vorerst nur auf der Bank. Der SVG musste auf Ochs und Graf verzichten, zudem nahmen Öhler und Amann angeschlagen nur auf der Bank Platz. Dies führte zu einigen Personalrochaden: Federle rückte in die Innenverteidigung und Herfort nahm den Platz im zentralen Mittelfeld ein.

 

Die Hausherren begannen temperamentvoll. Mit schnellen Kombinationen versuchten die Tennenbronner die nicht immer sattelfeste Defensive der Gäste zu knacken. In der siebten Minute köpfte Moosmann eine Flanke über Sestan hinweg ins Tor zur umjubelten Führung. Dies schien wie ein Weckruf für die Geisinger zu sein, die langsam die Kontrolle übernahmen. Nach einem Foulspiel an Zubcic blieb der Elfmeterpfiff aus (12.). In der 25. Minute der Ausgleich: Einen Diagnolball verlängerte Tucakovic auf den mitgelaufenen Zubcic, der frei vor Wegner eiskalt blieb. Bis zum Halbzeitpfiff hielten beide Teams das Tempo hoch, doch wirklich gefährliche Abschlüsse konnte keine Mannschaft mehr verzeichnen.

Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber das eindeutig bessere Team. Dem Tabellenführer unterliefen viele Fehler im Spiel nach vorne und die Defensive offenbarte immer wieder Löcher. Die Tennenbronner wussten dies zu nutzen und kamen zu hochkarätigen Chancen. Broghammers Schuss konnte Sestan nur nach vorne prallen lassen, beim Nachschuss von Dold war der Kroate hellwach und klärte mit einem fantastischen Reflex (69.). Manuel Hilser scheiterte mit seinem Heber an der Unterkante der Latte (81.). Auf der Gegenseite kam lediglich durch einen Tucakovickopfball, den Wegner parierte, so etwas wie Gefahr auf. Die Schlussphase blieb verhältnismäßig ruhig, da sich beide Teams mit dem Punkt zufrieden gaben. Durch den schmeichelhaften Punktgewinn festigte der SV Geisingen Platz eins, Tennenbronn blieb im Mittelfeld der Tabelle.

Nachbericht

Nach zuletzt drei Siegen musste sich Tabellenführer SV Geisingen in Tennenbronn mit einem 1:1 begnügen. „Für uns geht das Ergebnis in Ordnung, für Tennenbronn wohl nicht. Unser Gegner war besser. Wir haben zwei Punkte Vorsprung und noch immer ein Spiel weniger ausgetragen. Es gibt keinen Grund zur Besorgnis“, sagt Spielertrainer Marijan Tucakovic. Unterdessen haben sich die Vereinsführung und Tucakovic auf eine Fortsetzung ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit in der kommende Saison geeinigt.

Als einen „guten Auftritt“ bezeichnete Carmine Italiano, Trainer des FV Tennenbronn, die Partie gegen den Spitzenreiter. „Wir hatten den Tabellenführer am Rande einer Niederlage. Dafür, dass wir im Niemandsland der Tabelle stehen, stimmten auch Einsatz und Wille. Aber unsere Chancenverwertung muss besser werden. Auch gegen Geisingen haben wir exzellente Möglichkeiten ausgelassen“, fügt Italiano an. Seine Elf ist nun seit vier Spieltagen ungeschlagen, hat aber auch nur eine Partie gewonnen.

22. Spieltag

Spielinfos

Tore: 1:0 Zubcic (2., Amann), 2:0 Zubcic (22.), 2:1 Rist (33., Buckenberger), 3:1 Arceri (40., HE), 3:2 Allaut (53., Mayer).
Gelbe Karten: Zubcic - Buckenberger, Gmeiner, Stocker.
Schiedsrichter:             Asim Huremovic (Villingen).
Zuschauer: 150.

SV Geisingen

 

↓↑ [11.] Mamedow für Amann
↓↑ [55.] Sulejmani für Öhler
↓↑ [73.] Stafaridis für Ochs
↓↑ [91.] N. Dietrich für Zubcic


Trainer: Marijan Tucakovic.

DJK Donaueschingen II

 

↓↑ [67.] Eppler für Rist
↓↑ [73.] Geibel für Iengo
↓↑ [83.] Gerold für Sommer
↓↑ [88.] Knörle für Stocker


Trainer: Erich Thurow.

21. Spieltag

Spielinfos

Tore: 0:1 Stafaridis (50., Tucakovic), 1:1 Schmid (52., Metzinger), 1:2 Tucakovic (73., Arceri).
Gelbe Karten: Götz, Metzinger - Federle.
Schiedsrichter:             Stefan Teufel (Konstanz).
Zuschauer: 170.

Aufstellungen

SG Riedböhringen/Fützen

 

↓↑ [53.] Müller für Metzler
↓↑ [62.] Bodenseh für Meister
↓↑ [83.] Vetter für Götz
 


Trainer: Jürgen Frank & Siegfried Andräß.

SV Geisingen

 

↓↑ [62.] Sulejmani für Stafaridis
↓↑ [82.] Degen für Mamedow
 

 


Trainer: Marijan Tucakovic.

Spielbericht

Tabellenführer vs. Kellerkind - die SG Riedböhringen/Fützen erwartete den SV Geisingen im Rahmen des 21. Spieltages. Die Gastgeber konnten hierbei wieder auf Abwehrchef und Kapitän Fetz zurückgreifen. Auch Cakmak stand wieder in der Anfangsformation. Dafür fehlten Jakob und Stöckle, Bodenseh und Müller saßen nur auf der Bank. Die Geisinger hatten mit Ochs, Öhler, Herfort und Indlekofer vier Ausfälle zu verzeichnen. So rückten Mamedow und Stafaridis in die Startelf. Für den jungen Winterneuzugang war dies die erste Startelfnominierung in der ersten Mannschaft.

 

Die Gäste begannen gut und versuchten von Beginn an Druck auf die verunsicherten Gastgeber auszuüben. Arceris Freistoß nach acht Minuten ging aber deutlich über den Kasten von Unger. Nach der ersten kleinen Druckphase kam die Spielgemeinschaft deutlich besser ins Spiel. Gleichauf (14.), Meister (19.) und Metzinger (21.) konnten aber aus ihren guten Chancen kein Kapital schlagen. Zwar hatte der Tabellenführer mehr Ballbesitz, doch die SG Riedböhringen/Fützen spielte klarer und zielstrebiger nach vorne.  Nach gut einer halben Stunde nahmen beide Teams etwas das Tempo aus dem Spiel. Dennoch kam der SVG bis zur Halbzeit noch zu einer sehr gefährlichen Aktion - nach einer Kopfballverlängerung von Othmer waren sich Abwehrspieler und Torwart uneinig, Stafaridis spitzelte den Ball an beiden vorbei und scheiterte mit seinem Versuch nur am herzhaften Rettungsversuch von Metzler Millimeter vor der Torlinie.

Der SVG kam zielstrebiger aus der Kabine, doch Tucakovic konnte den Ball vor Unger nicht kontrollieren (48.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später war es dann so weit - Stafaridis bediente den Kroaten, der den Ball auf den heranstürmenden Stürmer prallen lies, 1:0 (50.). Im Gegenzug konnte die Heimmannschaft jedoch ausgleichen. Nach einem Eckball stand Schmid völlig frei und egalisierte die Geisinger Führung (52.). Beide Teams ließen nach den beiden Toren die Struktur im Spiel vermissen und kamen somit kaum mehr zu gefährlichen Offensivaktionen. Erst mit dem eingewechselten Sulejmani kam frischer Wind in das Spiel des SVG. In der 73. Minute bediente der emsige Mazedonier Arceri, der auf Tucakovic weiterleitete. Der Kroate schlenzte aus zehn Metern den Ball zur erneuten Führung ins rechte Eck. Nur wenige Minuten später hatte Arceri die Chance zur Entscheidung, doch sein Versuch aus spitzem Winkel wurde von Unger stark pariert. Mit dem eingewechselten Vetter versuchte der Gastgeber den Ausgleich zu erzwingen, doch es blieb beim mühsamen 2:1-Erfolg des Titelfavoriten.